Eine neue Reinigungsfirma zu beauftragen klingt einfach — und endet oft mit Enttäuschungen. Wechselnde Reinigungskräfte, mangelnde Qualität, unklare Abrechnungen oder zu lange Vertragslaufzeiten sind Probleme, die sich durch eine sorgfältigere Auswahl im Vorfeld vermeiden lassen.
Hier sind die acht häufigsten Fehler, die Unternehmen und Hausverwaltungen bei der Wahl einer Reinigungsfirma machen — und wie Sie es besser machen.
Fehler 1: Nur auf den Preis schauen
Das günstigste Angebot ist selten das beste. Niedrige Preise entstehen häufig durch Subunternehmer, minimale Einarbeitung, günstige aber ungeeignete Reinigungsmittel oder schlicht durch schlechte Bezahlung des Reinigungspersonals.
Das Ergebnis: wechselnde Gesichter, inkonsistente Qualität und ein Objekt, das zwar vermeintlich günstig gereinigt wird — aber nicht wirklich sauber ist. Vergleichen Sie Preise immer in Kombination mit Qualitätsmerkmalen.
Fehler 2: Kein Angebot nach Besichtigung einholen
Ein seriöses Reinigungsunternehmen erstellt ein Angebot erst, nachdem es Ihr Objekt besichtigt hat. Telefonische Pauschalangebote ohne Kenntnis der Flächen, Materialien und Anforderungen sind wertlos — sie passen entweder nicht zur Realität oder enthalten versteckte Aufschläge, sobald die wahren Anforderungen bekannt werden. Bestehen Sie auf einer kostenlosen Besichtigung vor dem Angebot.
Fehler 3: Nicht nach eigenem Personal fragen
Viele Anbieter arbeiten mit einem Netzwerk von Subunternehmern. Das bedeutet für Sie: Das Unternehmen, mit dem Sie den Vertrag abschließen, schickt nicht die Mitarbeiter, die Sie reinigen.
Stattdessen kommen wechselnde Kräfte ohne Kenntnis Ihres Objekts. Fragen Sie explizit: ‘Sind alle Reinigungskräfte direkt bei Ihnen angestellt?’ und lassen Sie sich die Antwort schriftlich bestätigen.
Fehler 4: Keine Referenzen aus der eigenen Branche prüfen
Gebäudereinigung ist nicht gleich Gebäudereinigung. Eine Firma, die ausgezeichnet Büros reinigt, muss nicht in der Lage sein, eine Arztpraxis nach RKI-Standard zu reinigen. Fragen Sie gezielt nach Referenzkunden aus Ihrer Branche und rufen Sie im Zweifel an.
Gute Reinigungsunternehmen haben zufriedene Stammkunden, die gerne als Referenz zur Verfügung stehen.
Fehler 5: Vertragsbedingungen nicht lesen
Lange Mindestlaufzeiten von 12 bis 24 Monaten, automatische Verlängerungen, lange Kündigungsfristen und einseitige Preisanpassungsklauseln sind in der Reinigungsbranche verbreitet.
Wer den Vertrag nicht gründlich liest, sitzt schnell in einer Situation, aus der er schwer herauskommt. Prüfen Sie vor der Unterschrift: Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist, Preisanpassungsrecht und Nachbesserungsklausel.
Fehler 6: Kein Reinigungsprotokoll vereinbaren
Wie wissen Sie, ob jede vereinbarte Reinigung tatsächlich stattgefunden hat? Ohne schriftliche Reinigungsprotokolle gibt es im Streitfall keine Nachweise.
Besonders bei Praxen, öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen mit Qualitätsmanagement sind Reinigungsdokumentationen wichtig — für interne Kontrolle, für Audits und für den Fall einer behördlichen Prüfung.
Fehler 7: Umweltaspekte ignorieren
Nicht alle Reinigungsmittel sind für Ihre Mitarbeiter und Ihre Einrichtung gleich verträglich. Aggressive Chemikalien können empfindliche Oberflächen beschädigen, Allergiker belasten und in der Entsorgung Probleme bereiten.
Fragen Sie gezielt nach ökologischen Zertifizierungen der eingesetzten Mittel — seriöse Anbieter können das beantworten.
Fehler 8: Alles selbst recherchieren statt Plattform nutzen
Selbst fünf Reinigungsunternehmen zu recherchieren, anzurufen und Angebote einzuholen kostet Stunden — oft ohne Garantie, dass die gefundenen Unternehmen überhaupt geeignet sind.
Vermittlungsplattformen wie Bestpreis leisten diese Vorarbeit für Sie: geprüfte Unternehmen, definierte Qualitätsstandards, kostenloser und unverbindlicher Angebotsvergleich.